{"id":1000,"date":"2018-08-09T22:28:25","date_gmt":"2018-08-09T20:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/?page_id=1000"},"modified":"2025-06-19T11:36:16","modified_gmt":"2025-06-19T09:36:16","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/willkommen\/historie","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<p><b>Geschichte der Soester Hofen, besonders der N\u00f6tten-Hofe<\/b><\/p>\n<p>In Soest sind die Stadtviertel in Hofen eingeteilt. Unter dem Frankenk\u00f6nig Dagobert 624 teilte sich die Ansiedlung nach den Himmelsrichtungen der H\u00f6fe. Durch die S\u00fcdverschiebung des alten Hellweges ergab sich die Einteilung in sechs Hofen. Der Kanzler K\u00f6nig Barbarossas, Erzbischof Philipp von Heinsberg teilte die Stadt 1179 bei Fertigstellung der Umwallung in sechs Pfarreien, die mit den Hofen \u00fcbereinstimmten. Um 1200 organisierten sich die Sch\u00fctzen nach den Hofen und nicht nach \u00c4mtern, wie in anderen St\u00e4dten. Die Hofen wurden gro\u00dfe Westhofe, Nordhofe, Hellweghofe, Thom\u00e4hofe, S\u00fcdhofe und kleine Westhofe genannt. Die Namen \u00e4nderten sich im laufe der Jahre, aus der kleinen Westhofe wurde die Jakobihofe, aus der S\u00fcdhofe die Paulihofe, aus der Hellweghofe die Thom\u00e4hofe und aus der gro\u00dfen Westhofe die N\u00f6tten-Hofe. Diese liegt im Soester Westen und war f\u00fcr den Wallabschnitt Rosenstra\u00dfe bis einschlie\u00dflich Soestbach zwischen Schonekind-Tor und Br\u00fcder-Tor, dazwischen noch drei T\u00fcrme und das N\u00f6ttentor zust\u00e4ndig. In die Stadt hinein verlaufen die Stra\u00dfen bis zum Marktplatz. Das N\u00f6ttentor wurde nach dem \u201eNuthenen Hof\u201c gleich Nu\u00dfhof vor dem Tor benannt. Die Stra\u00dfe vom Nusshof zum Tor bis zum Markt, die N\u00f6ttenstra\u00dfe, ist einer der \u00e4ltesten Stra\u00dfennamen von Soest.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1001 aligncenter\" src=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hofeeinteilung_480.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hofeeinteilung_480.jpg 312w, https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/hofeeinteilung_480-254x300.jpg 254w\" sizes=\"auto, (max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/><\/p>\n<p><b>Alle Hofen unterstanden dem Milit\u00e4r und waren f\u00fcr die Zeit der Abwesenheit desselben f\u00fcr die Bewachung der Tore und f\u00fcr die Feuerbek\u00e4mpfung zust\u00e4ndig. Sie gliederten sich in einen Hofeskapit\u00e4n, zwei Leutnante, einen F\u00e4hnrich, einen F\u00fchrer, einen Schafhirten und einen Schweinehirten. Letztere trugen zur Finanzierung der Hofen bei, welche durch Fischerei- und Weiderechte Ihre Kosten decken konnten.<\/b><\/p>\n<p>1531 h\u00f6ren wir vom ersten Laubholen der Hofen zum Sch\u00fctzenfest. In den Krisenzeiten, zwei Jahre sp\u00e4ter, ersetzte der Sch\u00fctzenverein und die Hofen den Rat der Stadt Soest. Mit dem Reformator Oemeken setzen sich die<br \/>\nReformatoren durch und stellen einen Forderungskatalog auf. Die N\u00f6tten-Hofe hebt sich durch die Forderung hervor, dem Stadtsekret\u00e4r alle G\u00fcter zu enteignen und zum Wohle der Stadt zu verteilen.<br \/>\nBei den Belagerungen durch die kaiserlichen Truppen Mitte des 16. Jhd. beschlie\u00dfen die Hofen, gegen den Rat, sich mit Leib und leben zu wehren, und sich nicht frei zu kaufen.<\/p>\n<p>Die \u00e4lteste bekannte Hofesfahne der N\u00f6tten-Hofe stammt von 1599. Sie besteht aus 12 Querstreifen abwechselnd in rot, silber, blau, gold. Deuten kann man Rot-Silber f\u00fcr die Stadt und Blau-Gold f\u00fcr die Hofe. Warum sich das Muster drei mal wiederholt, geht nicht aus der \u00dcberlieferung hervor.<\/p>\n<p><b>Im Jahre der Neugr\u00fcndung 1824 h\u00f6ren wir von Grenzstreitigkeiten der N\u00f6tten-Hofe und der Jakobi-Hofe, die durch die Hofeskapit\u00e4ne Eichelberg und Heunert beigelegt werden.<\/b><\/p>\n<p>1848 wollte man die Hofen im B\u00fcrger-Sch\u00fctzen-Verein mit 500 Gewehren und S\u00e4beln aufr\u00fcsten. Dazu erhielt jede Hofe eine Trommel um den Generalmarsch zu schlagen. Au\u00dfer zum Putzen sind die Waffen nicht zum Einsatz gekommen und wurden 1849 wieder zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1002 aligncenter\" src=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/westhofefahne_480.jpg\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/westhofefahne_480.jpg 341w, https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/westhofefahne_480-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/p>\n<p><b>Die zweite bekannte Fahne ist noch in Resten vorhanden und besteht aus Seide. Auf der einen Seite ist ein wei\u00dfes ovales Medaillon mit dem roten Stadtschl\u00fcssel, mit goldenem Eichengr\u00fcn auf dunkelrotem Grund aufgemalt. Die R\u00fcckseite auf gleichem Grund und Medaillon in den traditionellen Hofesfarben blau mit goldener Schrift: Gro\u00dfe-Westhofe 1864.<\/b><\/p>\n<p>Die offizielle Einteilung der st\u00e4dtischen Hofen endet 1900. Im B\u00fcrger-Sch\u00fctzen-Verein lebt sie bis Heute weiter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1003\" aria-describedby=\"caption-attachment-1003\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1003\" src=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/schuetzenhof1924_480.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/schuetzenhof1924_480.jpg 443w, https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/schuetzenhof1924_480-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1003\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die N\u00f6tten-HOFE vor ihrem gestifteten Pavillon auf dem alten Sch\u00fctzenhof 1924<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><b>Beim ersten Sch\u00fctzenfest nach dem zweiten Weltkrieg 1958 vereinigten sich die Jakobi- und N\u00f6tten-Hofe unter dem Hofesnamen Jakobi-N\u00f6ttenhofe. Dieser Zustand wurde 1963 ge\u00e4ndert, so dass beide Hofen wieder eigenst\u00e4ndig im B\u00fcrger-Sch\u00fctzen-Verein sind. Die Thom\u00e4-Osthofe im B\u00fcrger-Sch\u00fctzen-Verein hat die Trennung bis Heute noch nicht vollzogen.<\/b><\/p>\n<figure id=\"attachment_1004\" aria-describedby=\"caption-attachment-1004\" style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1004\" src=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/fahne_480.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/fahne_480.jpg 480w, https:\/\/n\u00f6ttenhofe.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/fahne_480-300x154.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1004\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Unsere heutige Hofes-Fahne von 1963 ist aufwendig gestickt und zeigt das N\u00f6ttentor auf der einen Seite und auf der anderen das Soester Wappen.<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<p><b>Die Hofeskapit\u00e4ne \u2013 Hofeshauptleute soweit bekannt<\/b><\/p>\n<p>Bis 1699 von Varsheim<br \/>\nAb 1699 Roszkamp<br \/>\n1824 Eichelberg<br \/>\n1858-71 Heinrich K\u00f6ppelmann<br \/>\n1871-72 Carl Vo\u00dfwinckel<br \/>\n1875-1885 August. M\u00fcller<\/p>\n<p>1885-1899 J. Vo\u00dfwinkel<\/p>\n<p>1899-07 W\u00fclfinghoff<br \/>\n1907-09 Raabe<br \/>\n1909-14 Heinrich Renner<br \/>\n1921-30 Ernst Borbein<br \/>\n1930-34 Fritz Schlotmann<br \/>\n1934-39 Klostermann<br \/>\n1958-63 Richard Steffens<br \/>\n1963-74 Dr. Gerhard Groot<br \/>\n1974-80 Wilhelm Junker<br \/>\n1980-93 Karl-Heinz Scholle<br \/>\n1993-98 Dieter Schmitz<br \/>\n1998-02 Dirk H\u00fclsemann<br \/>\n2002-06 Dirk Br\u00fcninghaus<br \/>\n2006-16 Olaf Diehl<\/p>\n<p>2016-20 Frank Jungeblut<br \/>\n2020-22 Horst Grunwald<\/p>\n<p>2022-2024 Torsten Kickelbick<\/p>\n<p>seit 2025 Dr. Kai Boin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der Soester Hofen, besonders der N\u00f6tten-Hofe In Soest sind die Stadtviertel in Hofen eingeteilt. 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